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IFA W50
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Der W50 (Werdau 50 dt) ist ein zwischen 1965 und 1990 in der DDR gebauter Vielzweck-Lastkraftwagen des Industrieverbands Fahrzeugbau (IFA). Insgesamt wurden 571.789 Fahrzeuge dieses Typs gebaut. Die Produktion erfolgte bei den Automobilwerken Ludwigsfelde, Sonderfahrzeuge kamen jedoch auch aus anderen Betrieben. Das Nachfolgemodell war der ebenfalls in Ludwigsfelde gebaute IFA L60. Der W50 war der bedeutendste Lastkraftwagen der DDR.
Contents
âą Technik
âą AusfĂŒhrungen
âą Feuerwehr
âą Export
âą Trivia
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Entwicklungsgeschichte
Die DDR produzierte in den 1950er Jahren relativ viele LKW-Typen in eher geringen StĂŒckzahlen, was eine wirtschaftliche Fertigung unmöglich machte. Investitionsmittel zur VergröĂerung der Produktion waren jedoch nicht verfĂŒgbar. Das Problem beabsichtigte die staatliche Plankommission durch eine Beendigung der Produktion gröĂerer LKW zu lösen. Diese sollten kĂŒnftig durch Importe aus dem RGW-Raum zur VerfĂŒgung gestellt werden.cite-ref-kirchberg-3-0[3] Hinzu kam, dass man in Zwickau dringend KapazitĂ€ten fĂŒr den Trabant benötigte. Die Konsequenz war die Verlegung der S4000-Produktion aus Zwickau ins Kraftfahrzeugwerk âErnst Grubeâ Werdau, wo im Gegenzug die Herstellung der gröĂeren Typen H6 und G5 (und des Busses H6 B) beendet wurde. Die Entscheidung war bemerkenswert, da der H6 ein international geschĂ€tzter LKW war und sich auch die NVA gegen diese PlĂ€ne aussprach; sie setzte letztlich noch eine gewisse VerlĂ€ngerung der G5-Produktion durch. Neben der Serienproduktion des S 4000-1 wurde in Werdau zunĂ€chst weiter am Prototyp S4500 mit gröĂerer Nutzmasse weitergearbeitet â die Entwicklung hatte bereits in Zwickau begonnen. Die Arbeiten mussten jedoch per Beschluss der staatlichen Plankommission im Jahr 1961 abgebrochen werden.
Nach einer Zeit der Ungewissheit ging im MĂ€rz 1962 von Walter Ulbricht persönlich und ohne Absprache mit der staatlichen Plankommission die Initiative aus, einen neuen LKW mit Allradantrieb zu fordern. Ausschlaggebend waren die miserablen ZustĂ€nde im Transportwesen der Landwirtschaft, die auf dem VII. Deutschen Bauernkongress im MĂ€rz 1962 diskutiert wurden.cite-ref-kirchberg-3-1[3] In dem Zusammenhang gab es grĂŒnes Licht fĂŒr die Fortsetzung der Entwicklungsarbeiten in Werdau, wobei das inzwischen W45 genannte Funktionsmuster bereits weitgehend der spĂ€teren SerienausfĂŒhrung entsprach. FĂŒr damalige VerhĂ€ltnisse ungewöhnlich war die öffentliche PrĂ€sentation des Prototyps noch vor der SerieneinfĂŒhrung. Die Fachzeitschrift KFT schrieb dazu: âDaĂ er im Fall des W45 LAF bereits in diesem Stadium an die Ăffentlichkeit tritt, wo ĂŒber andere Neuentwicklungen noch der Mantel des gröĂten Geheimnisses gedeckt ist, hat seinen Sinn darin, daĂ möglichst viele Anregungen der spĂ€teren Nutzer verarbeitet werden sollen.âcite-ref-4[4] Schon im Herbst 1962 wurde die Nutzlast auf 5 Tonnen angehoben, womit sich die Bezeichnung in W50 Ă€nderte.
Im Dezember 1962 gab es per Ministerratsbeschluss erneut eine strategische Ănderung, die die SerieneinfĂŒhrung verzögerte: In Ludwigsfelde sollte ein gĂ€nzlich neues Werk errichtet werden, um den W50 in groĂen StĂŒckzahlen zu produzieren. Dies war bisher das gröĂte Investitionsvorhaben im Automobilbau der DDR.cite-ref-kirchberg-3-2[3] Das neue Werk wurde fĂŒr einen JahresausstoĂ von 20 000 LKW ausgelegt.cite-ref-5[5] So wurde der W50 dann nicht in Werdau, sondern in Ludwigsfelde gebaut, dennoch blieb es bei der Bezeichnung âW50â. Im Juli 1965 begann die Produktion zunĂ€chst als Pritsche mit Hinterradantrieb. Die ursprĂŒnglich von Ulbricht geforderte Allradvariante ging ab 1968 in Produktion.cite-ref-kirchberg-3-3[3]
Bereits zur Neuvorstellung des W 50 wurde offiziell eingerĂ€umt, dass in dieser Klasse ein Sechszylindermotor ĂŒblich und fĂŒr gröĂere Reisegeschwindigkeiten im Lastzugbetrieb auch im W 50 sinnvoll sei.cite-ref-kft1965-6-0[6] Im Motorenwerk Schönebeck hatte es allerdings Schwierigkeiten bei der Weiterentwicklung des Sechszylinders des IFA G5 gegeben. 1964 wurde die EinfĂŒhrung eines Sechszylinders fĂŒr einen W50-Nachfolger im Jahr 1970 geplant, wobei nun das Motorenwerk Nordhausen mit der Entwicklung beauftragt war. Doch auch hier traten sowohl politisch als auch technisch groĂe HĂŒrden auf. Die SerieneinfĂŒhrung musste immer wieder verschoben werden und gelang schlieĂlich erst 1987 in Gestalt des IFA L60.cite-ref-kirchberg-3-4[3] Im W50 wurde der Vierzylindermotor hingegen bis zum Produktionsende 1990 beibehalten.cite-ref-7[7] Auch die Gestaltung des bis 1990 unverĂ€nderten Fahrerhauses konnte schon zu Produktionsbeginn des W50 nicht mehr als fortschrittlich gelten.
1985 wurde in einem W50 weltweit erstmalig in einem Kraftfahrzeug ein Dieselmotor mit Common-Rail-Einspritzung getestet, der im Motorenwerk Nordhausen entwickelt worden war. Aufgrund finanzieller EngpÀsse konnte die Entwicklung jedoch nicht weiter verfolgt werden.cite-ref-10[10]
Technik
Angetrieben wurde der W50 von einem wassergekĂŒhlten Vierzylinder-Viertakt-Dieselmotor. Anfangs war dies der 4 KVD 14,5/12 mit Wirbelkammereinspritzung, der 110 PS bei 2200/min und ein Drehmoment von 40 kpm bei 1400/min entwickelte.cite-ref-kft1965-6-1[6] Dieser Motor war eine kurzfristig realisierte Weiterentwicklung des Motors EM 4 aus dem VorgĂ€nger IFA S4000-1, die sich als unausgereift erwies. 1967 erfolgte die Umstellung auf den Vierzylindermotor 4 VD 14,5/12-1 SRW mit 125 PS, bei dem es sich um eine Neuentwicklung mit Direkteinspritzung (M-Verfahren) handelte, die im Rahmen eines Lizenz- und Entwicklungsvertrags in Kooperation des Motorenwerk Nordhausen mit MAN zustande gekommen war. Doch die Serienproduktion in Nordhausen erfolgte voreilig, sodass die Motoren zunĂ€chst eine unbefriedigende Standzeit ĂŒber maximal 160 000 km aufwiesen. Erst ab 1969 stabilisierte sich die FertigungsqualitĂ€t.cite-ref-kirchberg-3-5[3] Ende 1973 wurde mit dem weiterentwickelten Motor 4 VD 14,5/12-2 eine weitere Verbesserung der QualitĂ€t und somit eine Laufzeit bis zur Grundinstandsetzung von 275 000 km erreicht.cite-ref-kft0974-11-0[11] Dessen Variante fĂŒr die NVA war kaltstartfĂ€hig und bis â40 °C betriebsfĂ€hig. Vereinzelt konnten ohne Wechsel von Motor und Einspritzpumpe Laufleistungen von 1 Million km erreicht werden.cite-ref-12[12]
Der W 50 wurde mittels eines FĂŒnfganggetriebes geschaltet. Motor- und Betriebsbremse (Verzögerung >5m/sÂČ) waren im internationalen Vergleich 1965 als sehr wirksam einzuschĂ€tzen. Im Vergleich zum S4000-1 wurde die Federung deutlich weicher ausgelegt. Da keine Druckluftfederung, sondern konventionelle Blattfedern verwendet wurden, ergab sich als Kompromiss eine relativ groĂe Ladehöhe. Diese konnte 1966 um 10 cm verringert werden.cite-ref-kftmar67-13-0[13] Der kurze Radstand von 3200 mm (NormalausfĂŒhrung) gestattete einen Wendekreis von 14,2 m.cite-ref-kft1965-6-2[6] Zu den Weiterentwicklungen im Detail zĂ€hlte der zentralgefederte Fahrersitz ab 1968.cite-ref-14[14] 1973 wurde die Ross-Lenkung durch eine Kugelumlauflenkung ersetzt, und ab 1974 gab es einen lastabhĂ€ngigen Bremskraftbegrenzer an der Hinterachse.cite-ref-kft0974-11-1[11]
Neben dem Hinterachsantrieb war auch ein zuschaltbarer Allradantrieb (W50-LA) lieferbar. Die zulĂ€ssige AnhĂ€ngelast betrug 10 t. Speziell fĂŒr den landwirtschaftlichen Einsatz gab es den W50-LA/Z (Zugmaschine). Dieser hatte eine zulĂ€ssige AnhĂ€ngelast von bis zu 16 t, was den Vorteil hatte, dass insbesondere in der Erntesaison mit zwei AnhĂ€ngern gefahren werden konnte. Einsatzspezifisch waren neben der Standardbereifung auch die umgangssprachlich als Ballon-Reifen bezeichneten Niederdruck-Reifen 16 x 20 vorgesehen, die neben einem zusĂ€tzlichen Untersetzungsgetriebe die GelĂ€ndegĂ€ngigkeit merklich erhöhten. Angetriebene Achsen waren mit einer zuschaltbaren Differentialsperre ausgestattet,cite-ref-obus-ew-de-1-1[1] an der Vorderachse gab es diese mit EinfĂŒhrung der neuen Vorderachse 1973.cite-ref-15[15] Mit Allradantrieb hatte der W50 eine hohe GelĂ€ndegĂ€ngigkeit, die ihn sehr geeignet fĂŒr Gebiete mit schlechtem Verkehrsnetz und wegeloses Terrain sowohl in Gebirge, Urwald und WĂŒste machte. (Seine SteigfĂ€higkeit zeigte der W50 bei einer TestvorfĂŒhrung 1968 im NĂ©pstadion von Budapest, als ein Testfahrer ihn die Treppe der ZuschauerrĂ€nge ohne Probleme bis zum oberen Stadionrand hinauffuhr.)cite-ref-var-16-0[16] Dazu kam, dass das Fahrzeug auch mit wenig geschultem Personal gewartet und repariert werden konnte. 1973 wurde die angetriebene Vorderachse umfassend ĂŒberarbeitet.cite-ref-kft0974-11-2[11] Neue AchsbrĂŒcken, verbesserte Motorlagerung, Radialreifen und weitere Detailverbesserungen gab es 1976.cite-ref-17[17] 1982 machten die Allrad-Varianten rund 60 Prozent an der Gesamtproduktion aus.cite-ref-kftsept82a-18-0[18]
AusfĂŒhrungen
Der W50 wurde in 60 verschiedenen Grundvarianten gefertigt (Kipper, Kasten, Pritsche, MilitĂ€r, Feuerwehr, Koffer usw.).cite-ref-var-16-1[16] Neben dem Standardfahrerhaus (zweitĂŒrig, zwei SitzplĂ€tze) gab es ein verlĂ€ngertes Fahrerhaus (zweitĂŒrig, vier SitzplĂ€tze oder zwei SitzplĂ€tze und zwei Schlafliegen) und zwei Langfahrerhausvarianten (viertĂŒrig, sechs beziehungsweise zehn SitzplĂ€tze). Letztere wurden hĂ€ufig bei Feuerwehr- und Bautruppfahrzeugen verbaut. Zwei RadstĂ€nde (3200 mm und 3700 mm) waren lieferbar. Letzterer kam nur bei den AusfĂŒhrungen Speditionspritsche, Ladekran, Langfahrerhaus, Möbelkoffer und Feuerwehrfahrzeug zum Einsatz. FĂŒr MilitĂ€rfahrzeuge wurde beim Fahrerhaus auf der Beifahrerseite eine Dachluke eingebaut, die mittig angeordnete Dachklappe des Zivilfahrerhauses entfiel dabei. AllradausfĂŒhrungen (W50 LA) konnten mit einer ĂŒber das Verteilergetriebe angetriebenen Seilwinde ausgestattet werden. FĂŒr Sonderaufbauten wie Kehrmaschinen und einige ExportmĂ€rkte wurden Rechtslenker angeboten.
Die Produktion startete mit der Holzpritsche, 1966 folgten Dreiseiten-Kipper, Kofferaufbau und Universal-Montagemast.cite-ref-19[19] 1967 kam die erste Allrad-Variante hinzu,cite-ref-kftmar67-13-1[13]cite-ref-20[20] sowie ein Spezialfahrzeug fĂŒr Langmaterialtransport.cite-ref-21[21] Ab 1968 folgten AusfĂŒhrungen mit um 50 cm verlĂ€ngerten Radstand, begonnen mit der Speditionspritsche.cite-ref-22[22] FĂŒr die Sattelzugmaschine wurde zu dieser Zeit ein Milchtankfahrzeug entwickelt.cite-ref-23[23] 1968 kamen Lösch-, Tanklösch- und Drehleiterfahrzeuge ins Programmcite-ref-24[24]cite-ref-25[25], 1969/70 ein Zweiseitenkippercite-ref-26[26] und das um 50 cm lĂ€ngere Langfahrerhaus mit einer Sitzbank oder alternativ zwei Schlafliegen, zunĂ€chst als Pritschenwagen, Möbelkoffer und KĂŒhlzug (jeweils langer Radstand),cite-ref-27[27]cite-ref-28[28] sowie AusfĂŒhrungen mit Ladebordwand und Ladekran.cite-ref-kftsept70-29-0[29] 1970 wurde der W50 in mehr als 60 verschiedenen Varianten produziert.cite-ref-kftsept70-29-1[29] 1971 kamen unter anderem Mischfuttersattelzug und Kehrmaschine hinzu,cite-ref-30[30] 1973 ein Leichtbaukoffer fĂŒr mobile WerkstĂ€ttencite-ref-31[31] und der Pritschen-Sattelauflieger HLS 100.02,cite-ref-32[32] der 1979 weiterentwickelt und als HLS 100.09 auch mit Ladebordwand erhĂ€ltlich war.cite-ref-33[33] Den Auflieger zum Transport brennbarer FlĂŒssigkeiten wie Kraftstoffe gab es ab 1974,cite-ref-34[34] weitere Aufliegertypen folgten.cite-ref-kft0974-11-3[11] Die Kehrmaschine wurde Mitte der 1970er Jahre umfassend verbessert.cite-ref-35[35] 1976 gingen der Autodrehkran 70, ein allradgetriebenes Abschlepp- und Bergefahrzeugcite-ref-36[36] sowie ein KĂŒhlmaschinenkoffercite-ref-37[37] in Serie. Ab 1977 gab es den kastenförmigen Werkstatt-Kofferaufbau (Allradantrieb),cite-ref-38[38] 1979 kam ein Sattelauflieger fĂŒr Buttertransport hinzucite-ref-39[39] und eine Feuerwehr mit Drehleiter DL 30.cite-ref-40[40] AuĂerdem wurden in einigen ExportlĂ€ndern wie Ungarn eigene W50-Aufbauen entwickelt.cite-ref-41[41] Ab 1980 gab es mit Blick auf den Export weitere Allrad-Varianten â eine Stahlpritsche (LA/PVB), den Werkstattkoffer mit Niederdruckreifen (LA/W-ND) und ein Wassertransportfahrzeug (LA/WT 80P).cite-ref-42[42] 1981 wurde auf Basis des W50 die Kehrmaschine KM 2301 herausgebracht. Im Folgenden sind einige Varianten des W50 abgebildet.
Produktionsprogramm W50
(Stand: um 1970)
| W50L | W50L | W50L | W50L | W50L | W50L | W50L | W50L | W50L | W50L | W50L | W50L | W50L | W50L | W50L | W50L |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 3200 mm Radstand Hochdruckbereifung | 3200 mm Radstand Hochdruckbereifung | 3200 mm Radstand Hochdruckbereifung | 3200 mm Radstand Hochdruckbereifung | 3200 mm Radstand Hochdruckbereifung | 3200 mm Radstand Hochdruckbereifung | 3200 mm Radstand Hochdruckbereifung | 3200 mm Radstand Hochdruckbereifung | 3200 mm Radstand Hochdruckbereifung | 3200 mm Radstand Hochdruckbereifung | 3700 mm Radstand Hochdruckbereifung | 3700 mm Radstand Hochdruckbereifung | 3700 mm Radstand Hochdruckbereifung | 3700 mm Radstand Hochdruckbereifung | 3700 mm Radstand Hochdruckbereifung | 3700 mm Radstand Hochdruckbereifung |
| Pritschenfahrzeuge | Pritschenfahrzeuge | Kofferfahrzeuge | Kofferfahrzeuge | Spezialfahrzeuge | Spezialfahrzeuge | Kipper | Kipper | Zugmaschinen und SattelzĂŒge | Zugmaschinen und SattelzĂŒge | Pritschenfahrzeuge | Pritschenfahrzeuge | Kofferfahrzeuge | Kofferfahrzeuge | Spezialfahrzeuge | Spezialfahrzeuge |
| L | Pritsche mit/ohne Plane | L/NKB | Normalkofferfahrzeug, fĂŒr Bodenlast | L/F | FĂ€kalienfahrzeug | L/K 3SK5 | Dreiseitenkipper | L/Z | StraĂenzugmaschine mit Pritsche | L/Sp | Speditionspritschenfahrzeug mit geteilter Bordwand, mit/ohne Planengestell und Plane | L/MK | Möbelkofferfahrzeug mit 4-sitzigem Fahrerhaus | L/DL 30 | Kraftfahrdrehleiter DL 30 fĂŒr Besatzung 1+5 Personen |
| LP | Pritsche mit hydraulischer Ladebordwand, Planengestell und Plane | L/NKP | Normalkofferfahrzeug Post | L/U | Universalmontagemast 13m | | | L/S | Sattelzugmaschine ohne Kombinationsanforderungen | L/L-HDS 3 | Pritschenfahrzeug mit hydraulischem Ladekran HDS 3 | L/MK-LB | Möbelkofferfahrzeug mit hydraulischer Ladebordwand und 4-sitzigem Fahrerhaus | L/LF 16 | Löschgruppenfahrzeug LF 16 fĂŒr Löschgruppe 1+8 Personen |
| L/BT | Bautruppfahrzeug mit 10-sitzigem Fahrerhaus | L/IKB | Isothermkofferfahrzeug, fĂŒr Bodenlast | L/KAF | Kadaverfahrzeug | | | L/S | S. und Milch-Tankauflieger (mit Isolier-PlastebehĂ€ltern) | L/L-LDK 1250 | Pritschenfahrzeug mit hydraulischem Ladekran LDK 1250 | | | L/LC | MĂŒllcontainerfahrzeug mit hydraulischem Ladekran |
| | | L/IKSt | Stickstoff-KĂŒhlkoffer- fahrzeug, fĂŒr Bodenlast | L/RK | StraĂenkehrmaschine mit Rechtslenkung | | | L/S | S. und Universal-Tankauflieger (mit Isolier-PlastebehĂ€ltern) | L/FPS | Fahrschulfahrzeug mit Doppellenkung und 4-sitzigem Fahrerhaus | | | | |
| | | L/W | Werkstattkofferfahrzeug | | | | | L/S | S. mit Plattformauflieger fĂŒr Container und Langmaterial | | | | | | |
| | | | | | | | | L/S | S. mit Pritschenauflieger, mit/ohne Planengestell und Plane | | | | | | |
| | | | | | | | | L/SM1 | Sattelzugmaschine mit spezifischen Kombinationsanforderungen | | | | | | |
| | | | | | | | | L/SM1 | S. mit Mischfutter-Transportauflieger | | | | | | |
| W50 LA | W50 LA | W50 LA | W50 LA | W50 LA | W50 LA | W50 LA | W50 LA | W50 LA | W50 LA | W50 LA | W50 LA | W50 LA | W50 LA | W50 LA | W50 LA |
| 3200 mm Radstand Hochdruckbereifung | 3200 mm Radstand Hochdruckbereifung | 3200 mm Radstand Hochdruckbereifung | 3200 mm Radstand Hochdruckbereifung | 3200 mm Radstand Hochdruckbereifung | 3200 mm Radstand Hochdruckbereifung | 3200 mm Radstand Hochdruckbereifung | 3200 mm Radstand Hochdruckbereifung | 3200 mm Radstand Hochdruckbereifung | 3200 mm Radstand Hochdruckbereifung | 3200 mm Radstand Niederdruckbereifung | 3200 mm Radstand Niederdruckbereifung | | | | |
| Pritschenfahrzeuge | Pritschenfahrzeuge | Spezialfahrzeuge | Spezialfahrzeuge | Kipper | Kipper | StraĂenzugmaschinen mit Kippaufbau | StraĂenzugmaschinen mit Kippaufbau | Spezialfahrzeuge 3700mm | Spezialfahrzeuge 3700mm | Zugmaschinen mit Kippaufbau | Zugmaschinen mit Kippaufbau | | | | |
| LA/P | Pritschenfahrzeug mit Allradantrieb, mit/ohne Planen- gestell und Plane | LA/F | GĂŒllefahrzeug mit Allradantrieb | LA/K 3SK5 | Dreiseitenkipper mit Allradantrieb | LA/Z 3SK5 | StraĂenzugmaschine mit Dreiseitenkipp- aufbau, Allradantrieb, Zugmasse 16t | LA/TLF 16 | Tanklöschfahrzeug TLF 16 fĂŒr Löschgruppe 1+5 Personen, mit Allradantrieb | LA/Z 2SK5-ND | Zugmaschine mit Zweiseitenkippaufbau und Allradantrieb, Zugmasse 12t | | | | |
| | | | | LA/K MK 5/6 | Muldenkipper mit Allradantrieb | | | | | LA/Z 3SK5-ND | Zugmaschine mit Dreiseitenkippaufbau und Allradantrieb, Zugmasse 12t | | | | |
Viele weitere Varianten entstanden auf Kundenwunsch mit Kooperationspartnern wie z. B.:
âą VEB Spezialfahrzeugwerk Berlin-Adlershof (unter anderem StraĂenkehrmaschinen und AusfĂŒhrungen mit Ladebordwandcite-ref-43[43])
⹠VEB FeuerlöschgerÀtewerk Luckenwalde
âą VEB Rationalisierung der Ăffentlichen Versorgungswirtschaft Dessau
âą PGH FĂŒnf TĂŒrme Halle (Saale)
âą PGH Gute Fahrt Guben
âą PGH Fahrzeugbau Kakerbeck
âą Fa. E. MĂŒhle Söhne KG, Löbau/Sachsen
âą Fa. Schneider KG, Reichenbach im Vogtland
âą Karosseriewerk Winter KG, Zittau/Sachsen
âą Reglerbau und Maschinenbau VEB Sachsen Radebeul
Feuerwehr
In Deutschland, speziell Ostdeutschland, ist der W50 vereinzelt noch bei Feuerwehren in Gebrauch. Diese W50 sind zumeist das Löschgruppenfahrzeug LF 16 TS8 und das Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 bzw. TLF 16 GMK.
Viele bei groĂen Feuerwehren verwendete Fahrzeuge waren nach einer 25 Jahre wĂ€hrenden DDR-Feuerwehrfahrzeuggeneration wegen der im Vergleich zu zivil genutzten Fahrzeugen geringeren Betriebsstundenzahl noch gut erhalten und gepflegt und konnten nach der Wende von kleineren Feuerwehren preiswert ĂŒbernommen werden.
2022 waren noch 90 LF 16 (Hinterachsantrieb) und 130 TLF 16 (Allradantrieb) zugelassen.cite-ref-44[44]
Siehe auch:
Adaption von W50-Teilen
Das 1987 in der NVA eingefĂŒhrte GelĂ€ndegĂ€ngige MehrzweckgerĂ€t 2,5 bestand zu einem gröĂeren Anteil aus W50-Teilen. Auch beim Bau von Landmaschinen wurde hĂ€ufig nach dem Baukastenprinzip auf Teile des Lkw zurĂŒckgegriffen: Die Allradachse des W50 LA kam so beim T 159 oder mit verringerter Spurweite bei der AllradausfĂŒhrung des Traktors ZT 303 zum Einsatz. Zudem nutzte auch der Bus Ikarus 211 Baugruppen des W50.
Export
Exportiert wurde der W50 in mehr als 40 Staaten in 240 lĂ€nderspezifischen Modellen.cite-ref-var-16-2[16] Die Exportrate betrug in den achtziger Jahren bis zu 70 Prozent. In LĂ€ndern wie beispielsweise in der Tschechoslowakei, Sowjetunion, RumĂ€nien, Ungarn, Bulgarien, Nicaragua, Polen, Vietnam, Ăthiopien, Angola und Mosambik gehörte er noch lange nach dem Ende seiner Produktion und zum Teil bis heute zum StraĂenbild. Die Hauptabnehmer im nicht-sozialistischen Ausland waren Iran und Irak. Beide LĂ€nder rĂŒsteten wĂ€hrend des Ersten Golfkriegs (1980â1988) insbesondere das MilitĂ€r mit W50 aus,cite-ref-kirchberg-3-6[3] sodass Beutefahrzeuge von jeder Seite weiterverwendet werden konnten. Der Irak setzte den W50 auch im Zweiten Golfkrieg (1990/1991) ein. Die RestbestĂ€nde (mehr als tausend Fahrzeuge) wurden in den 1990er Jahren von einem Unternehmer in Heiligengrabe noch weltweit verkauft. Auch Vietnam fĂŒllte damals seine BestĂ€nde an W50 auf, die weiter im tĂ€glichen Einsatz sind. Schon 1981 war der 10.000ste W 50 nach Vietnam exportiert worden.cite-ref-45[45]
Die Ausrichtung auf den Export fĂŒhrte zum Mangel an Fahrzeugen innerhalb der DDR; deshalb wurden von der NVA ausgemusterte sowie nicht exportierte MilitĂ€rfahrzeuge in der Wirtschaft verwendet.
Trivia
Die 5-Mark-Banknoten der DDR hatten auf der RĂŒckseite eine Abbildung des W50, was auf seine herausgehobene Bedeutung in der DDR hindeutet.
Im 1997 gedrehten Bond-Film Der Morgen stirbt nie war in einer Szene, die in Vietnam spielen soll, aber in Bangkok gedreht wurde, ein W50 zu sehen.cite-ref-46[46]cite-ref-47[47]
Literatur
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âą Christian Suhr: Laster aus Ludwigsfelde. Verlag Kraftakt, 2015, ISBN 978-3-938426-18-0.
âą GĂŒnther Wappler: Der gebremste Lastkraftwagen. Die Lkw W50 und L60 aus Ludwigsfelde. Verlagsgesellschaft Bergstrasse, Aue 2003.
âą GĂŒnther Wappler: Geschichte des Zwickauer und Werdauer Nutzfahrzeugbaues. Verlagsgesellschaft Bergstrasse, Aue 2002.
âą Frank-Hartmut JĂ€ger: IFA-Frontlenker aus Ludwigsfelde. Die Geschichte der Feuerwehrfahrzeuge auf W50 und L 60 (= Feuerwehr-Archiv). Verlag Technik, Berlin 2001, ISBN 3-341-01287-7.
âą Frank Rönicke: IFA W50/L60 â 1965â1990. Eine Dokumentation (= Schrader-Typen-Chronik). Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-613-03592-8.
âą Ulf Hoffmann: Kapitel 14. Mit alten, groĂen, schweren DDR-Traum-IFA-W50-Laster an den heiligen Baikal. Selbstverlag, Frankenberg/Sa. 2009, ISBN 978-3-00-024755-2.
⹠Uwe Schmidt: 50 Jahre IFA W50. Börde-Museum Burg Ummendorf, Ummendorf 2015, ISBN 978-3-9804912-1-1.
âą GĂŒnther Wappler: Lastwagen aus Zwickau, Werdau und Ludwigsfelde. Podszun, 2025, ISBN 978-3-7516-1175-6.
Weblinks
Commons
: IFA W50
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Einzelnachweise
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cite-note-3333. â Pritschen-Sattelauflieger HLS 100.02 und Aufbauvariante mit Ladebordwand HLS 100.09. In: Kraftfahrzeugtechnik 9/1979, S. 270â271.
cite-note-3434. â Sattelauflieger IFA W 50 fĂŒr brennbare FlĂŒssigkeiten. In: Kraftfahrzeugtechnik 6/1974, S. 181â182.
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cite-note-3737. â KĂŒhlmaschinenkoffer auf IFA-W-50-Fahrgestell. In: Kraftfahrzeugtechnik. 9/1976, S. 275â276.
cite-note-3838. â IFA W 50 LA/W-ND â ein neues Spezialfahrzeug aus Ludwigsfelde. In: Kraftfahrzeugtechnik 9/1977, S. 268â269.
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cite-note-4040. â Drehleiteraufbau DL 30 aus dem VEB FeuerlöschgerĂ€tewerke Luckenwalde. In: Kraftfahrzeugtechnik 9/1979, S. 272.
cite-note-4141. â W-50-Aufbauten aus Ungarn. In: Kraftfahrzeugtechnik 9/1977, S. 288.
cite-note-4242. â Schwerpunktexponate aus dem W 50-Programm zur Leipziger Herbstmesse 1980. In: Kraftfahrzeugtechnik 9/1980, S. 261â263.
cite-note-4343. â Ladebordwand 1,1 t fĂŒr den LKW W 50 L. In: Kraftfahrzeugtechnik 12/1968, S. 365.
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